In 5 Schritten zur dichten Flanschverbindung

Seit über 25 Jahren prüfen wir die Eigenschaften von Dichtungen, berechnen die Festigkeit und messen Schraubenkräfte. Daraus haben wir ein Verfahren entwickelt, das in 5 einfachen Schritten zuverlässig zu dichten Verbindungen führt.

Durch eine konsequente Umsetzung dieser Schritte sind auch höchste Anforderungen an die Dichtheit von Flanschverbindungen sicher einzuhalten.

Dichte Flanschverbindungen in 5 Schritten

Belastungen

Zunächst betrachten wir die auftretenden oder die zu erwartenden Belastungen wie Temperatur, Innendruck oder Anschlusslasten sowie deren zeitlichen Verläufe. Falls erforderlich, messen wir die realen Belastungsverläufe an der Komponente, um die erforderliche Kenntnis zu gewinnen.

Konstruktion

Die Flansche, die Schrauben und die Dichtung werden hinsichtlich der Geometrie und der Werkstoffauswahl auf die Belastungen abgestimmt. Für die zuverlässige Dichtungsauswahl dienen Dichtungskennwerte, die wir in unserem Prüflabor selbst ermitteln können.

Berechnung

Die Berechnung von Flanschverbindungen umfasst einen Festigkeits- und einen Dichtheitsnachweis. Hierzu stehen Module nach DIN EN 1591-1 und KTA 3211.2 unserer Software TEMES fl.cal zur Verfügung, mit denen selbstverständlich auch die Montagevorgaben ermittelt werden können. Für Sonderfälle, die nicht mit analytischen Verfahren abgebildet werden können, setzen wir die Finite Elemente Methode ein.

Montage

Nur durch eine qualitativ hochwertige Montage wird die theoretische Auslegung einer Flanschverbindung auch richtig in der Praxis umgesetzt. Beim Anziehen der Schrauben führt die Reibung im Schraubengewinde bzw. unter dem Schraubenkopf zu einer großen Streuung der tatsächlich aufgebrachten Schraubenkraft. Deshalb setzen wir für höhere Qualitätsanforderungen hydraulische Spannvorrichtungen sowie verschiedene Systeme zur Messung der Schraubenkräfte ein.

Erfahrungsrückfluss

Oftmals können nur vor Ort Kenntnisse gewonnen werden, mit deren Hilfe die richtige Auslegung von Flanschverbindungen erfolgen kann. Der so gewonnene Erfahrungsschatz kann am effektivsten in einer Datenbank gesammelt werden. Werden neben diesen Erfahrungen auch noch die eingesetzten Einzelteile, Montagewerte oder Hilfsmittel in der Datenbank erfasst, besitzt der Betreiber ein umfassendes Werkzeug zum Life Cycle Management.