Montagesystem TEMES stb.ctrl

Das Verspannen von Stopfbuchspackungen mit unserem patentierten Montageverfahren TEMES stb.ctrl erfolgt durch Längung der Brillenschrauben mit Hilfe von Hydraulikzylindern. Gegenüber anderen Verspannverfahren hat dies den Vorteil, dass die Schrauben gleichzeitig verspannt werden und die Brille sich parallel verschiebt. Außerdem bringt das hydraulische Verspannverfahren deutliche Zeitvorteile beim Verspannen mit Vorverformung.

Die kompakten Hydraulikzylinder passen in fast jede Konstruktion und schon mit einem überschaubaren Satz von Zylindervarianten kann eine Vielzahl von Armaturen abgedeckt werden.

Über jede Brillenschraube wird ein Hydraulikzylinder gesetzt, der sich auf der einen Seite an der Brille und auf der anderen Seite an einem Einsatz abstützt, welcher auf die Brillenschrauben gedreht wird.

Schematischer Aufbau TEMES stb.ctrl

Durch Druckbeaufschlagung der Hohlzylinder kann die Brille mit einer kontrollierten Kraft belastet werden. So wird zuerst die Vorverformung der Stopfbuchspackung durchgeführt; im nächsten Arbeitsgang wird die Montage-Vorspannung angefahren und die Muttern werden angelegt. Nach Entlastung der Hydraulikzylinder ist die Verbindung verspannt.

Wenn höchste Anforderungen an die Genauigkeit der Montage (z.B. bei sicherheitstechnisch wichtigen Armaturen) gestellt werden, bzw. wenn Nachweise über die Qualität der Montage gefordert werden, dann kann die Ausrüstung so erweitert werden, dass die Kraft-Verformungskennlinie der Packung aufgenommen wird.

Beispiel einer Kraft-Verformungs-Kurve

Die Kraft wird über den Hydraulikdruck gemessen. Die Verformung der Stopfbuchspackung wird über eine Verschiebungsmessung der Stopfbuchsbrille gegen einen Festpunkt (z.B. das Armaturengehäuse) ermittelt.

Dieses anerkannte Verfahren wurde von Amtec entwickelt und wird seit Jahren insbesondere in Kernkraftwerken erfolgreich eingesetzt.

Natürlich bieten wir neben dem Montagesystem selbst auch Schulungen und einen hochqualifizierten Montageservice an.