Montage

Die Montage ist ein wichtiger Schritt im Gesamtkonzept zur funktionsfähigen und dichten Armatur.

Im Rahmen der Montage müssen die Packungsringe zunächst ausreichend vorverformt werden. Durch diese plastische Verformung werden die vorhandenen Spalte überbrückt, innere Kanäle geschlossen und die Packungsringe an die Oberflächen von Spindel und Gehäuse angepasst.

Neben der Vorverformung ist das Aufbringen der richtigen Vorspannung die Hauptaufgabe bei der Montage.

Für die Dichtheit der Armatur muss bei allen vorkommenden Betriebszuständen eine bestimmte minimale radiale Flächenpressung zwischen Packungsringen und Spindel bzw. Gehäuse vorhanden sein. Diese radiale Flächenpressung wird durch die axiale Vorspannung der Verbindung erzeugt. Demnach wird für die Dichtheit der Verbindung eine möglichst hohe Vorspannungskraft bei der Montage angestrebt.

Montageprinzip Armatur

Allerdings erhöht sich mit der Vorspannung der Packungsringe auch die Spindel-Reibkraft, was die Beweglichkeit der Spindel beeinträchtigt. Zur Minimierung der Reibkraft und Beibehaltung der Spindel-Beweglichkeit ist dementsprechend eine möglichst niedrige Vorspannung der Packungsringe anzustreben.

Beide Anforderungen - zum einen die hohe Dichtheit der Verbindung, zum anderen die niedrige Spindelreibkraft - stellen gegensätzliche Anforderungen an die Höhe der Vorspannung der Packungsringe bei der Montage dar.

Gegensätzliche Anforderungen bei der Montage

Um eine dichte und funktionsfähige Armatur zu erhalten muss bei der Montage also darauf geachtet werden eine ausreichende, aber auch nicht zu hohe Vorspannung aufzubringen.

Vor dieser Aufgabenstellung haben wir eine hydraulische Verspannvorrichtung entwickelt, die eine kontrollierte und sichere Montage ermöglicht - TEMES stb.ctrl